Softwareauswahl für ein “christliches” Linux

Bei Jesux sieht das dann z.B. so aus:

qmail replaces sendmail as the standard MTA (sendmail was written by a prominent homosexual)

Bei unseren Kirchen gibt es sowas ja zum Glück nicht, oder?

Den Link darauf habe ich bei Kristian Köhntopp gefunden.

Novell Certified Linux Administrator

Juchhu, jetzt bin ich “Novell Certified Linux Administrator”. Und das Ganze, ohne etwas dafür gemacht zu haben. Dadurch, dass ich vor einiger Zeit die Prüfungen zum LPI-1 gemacht habe, konnte ich diese für den Novell CLA anrechnen lassen.
Aber das heißt natürlich nicht, dass ich jetzt auch nur irgendetwas über Suse Linux wissen würde … Nein, und seit sehr prägenden Yast-Erfahrungen vor langer Zeit habe ich darauf auch keine Lust mehr.

Der Weg zur Weisheit

IPv6 Certification Badge for KarstenIwen
Nur wenige Wege führen zur Weisheit, und den Wenigsten ist dies wohl beschieden …
Für EDVler gibt es aber schon einen Weg, weise zu werden. Im Zuge des IPv6-Zertifizierungs-Prozesses von Hurricane Electric (die Firma hinter tunnelbroker.net, die kostenlose IPv6-Tunnel zur Verfügung stellen) durchläuft man verschiedene Stufen, bis man beim “Sage” angekommen ist und zumindest für dieses Thema eine Form der Weisheit erreicht hat.

Bei dieser Zertifizierung geht es darum, verschiedene Level der IPv6-Erreichbarkeit zu demonstrieren und eine Reihe von Fragen zu IPv6 zu beantworten. Die Sache ist nicht nur sehr informativ, sondern macht auch viel Spaß. Bei dieser IPv6-Erreichbarkeit ist es nicht notwendig, einen Tunnel von HE zu verwenden. Wer einen anderen Tunnel-Provider benutzt oder sogar nativ IPv6 hat (der Glückliche), der kann natürlich ebenfalls mitmachen.

Im folgenden beschreibe ich mein Setup, mit dem ich die verschiedenen Stufen dieser Zertifizierung durchgeführt habe und letztendlich bei der Weisheit angekommen bin:

  1. Newbie
  2. Für diesen ersten Level muss man nur ein paar einfache Fragen zu IPv6 beantworten. Wer sich bisher nicht mit IPv6 auseinandergesetzt hat, der könnte hiermit den Einstieg wagen.

  3. Explorer
  4. Die Explorer-Stufe erreicht man, wenn man eine IPv6-Verbindung zum Internet hat. Für eine getunnelte Verbindung mit einem Cisco-Router habe ich die Vorgehensweise in einem eigenen Beitrag beschrieben.

  5. Enthusiast
  6. Für den Enthusiast muss man einerseits einen IPv6-fähigen Client haben, mit dem man auf das Internet zugreifen kann, andererseits muss man einen Webserver betreiben, der Webseiten per IPv6 ausliefern kann. Die generelle Konfiguration eines Linux-Servers hat Jens Link schon in einer Reihe von Beiträgen beschrieben. Bei mir kamen noch ein paar Punkte hinzu. Zum einen sind meine Dienste (Mail, Web, DNS, etc.) mit OpenVZ virtualisiert. OpenVZ muss also auch für IPv6 konfiguriert sein (alle Systeme sind Debian Lenny):

    klio:~# grep ipv6 /etc/sysctl.conf
    net.ipv6.conf.all.forwarding=1
    net.ipv6.conf.default.forwarding=1
    klio:~# grep IPV6 /etc/vz/vz.conf
    IPV6="yes"

    Weiterhin muss dem OpenVZ-Gast eine weitere IP-Adresse zugewiesen werden, in diesem Fall eine IPv6-Adresse:

    klio:~# vzctl set 123 --ipadd 2001:DB8:1:2:3::1 --save

    Diese IPv6-Adresse stammt nicht aus dem Tunnel-Netz, sondern aus dem zusätzlich zugewiesenen “routed /64″-Netz, das man beispielsweise bei tunnelbroker.net bekommt.
    Hier könnte man natürlich auch mehrere IP-Adressen zuweisen, um jedem vhost eine eigene IP-Adresse zu geben. Damit könnte man problemlos alle Webpräsenzen mit HTTPS sichern. In meinem Beispiel bekommt die gesamte VM eine IPv6-Adresse, die für alle vhosts verwendet werden kann.

    Vor einiger Zeit bin ich vom Apachen auf Lighttpd umgestiegen und bin bisher sehr zufrieden damit. IPv6 ist beim Lighty eine einzige zusätzliche Zeile in der Konfiguration:

    root@www2:/# grep ipv6 /etc/lighttpd/lighttpd.conf
    server.use-ipv6 = "enable"

    Natürlich soll auf die Webpräsenz per FQDN zugegriffen werden, weshalb auch im DNS ein neuer Eintrag vorgenommen werden muss. Während die IPv4-Adresse mit einem A-Eintrag konfiguriert wird, muss die IPv6-Adresse mit einem AAAA-Eintrag konfiguriert werden:

    In der Zonen-Datei wird also folgende Zeile aufgenommen:

    www        IN      AAAA    2001:DB8:1:2:3::1
    

    Durch diesen Eintrag in der Zonen-Datei von example.com kann der FQDN nun zu der IPv6-Adresse 2001:470:1f0b:c2c::211 aufgelöst werden und der Webserver kann per IPv6 die Seite für www.example.com ausliefern.

  7. Administrator
  8. Für diesen Level muss der Mail-Server per IPv6 Mails annehmen können.
    In einem einfachen Postfix-Setup wird auch dafür nur eine neue Zeile in der Konfiguration benötigt:

    inet_protocols = all
    

    Ebenso muß für den FQDN des Mailservers natürlich ein AAAA-Eintrag hinzugefügt werden.

  9. Professional
  10. Um die Professional-Stufe zu erlangen, muss man eine funktionierende Reverse-DNS-Auflösung für den Mailserver haben.
    Bei Tunnelbroker.net kann man für sein IPv6-Netz eine Reverse-Delegation anlegen. Damit ist der eigene Nameserver dann für die Reverse-Auflösung zuständig. Hierbei gibt es die Herausforderung, daß in der Zonendatei die Adressen in einer umgekehrten Schreibweise angegeben werden. Aus der Adresse 2001:DB8:1:2:3::1 wird z.B. die Zeichenkette 1.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.3.0.0.0.2.0.0.0.1.0.0.0.8.b.d.0.1.0.0.2. Diese Umrechnung kann man mit dem Befehl “host -n” durchführen:

    karstens-macbook-pro:~ karsten$ host -n 2001:DB8:1:2:3::1
    Host 1.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.3.0.0.0.2.0.0.0.1.0.0.0.8.b.d.0.1.0.0.2.ip6.arpa not found: 3(NXDOMAIN)
    

    Alternativ kann man sich die Zonendatei bei fpsn.net mit dem Zone-Builder erstellen lassen.

  11. Guru
  12. Hier muss der Nameserver selbst AAAA-Einträge haben und per IPv6 erreichbar sein. Das ist im Prinzig die gleiche Arbeit wie beim Webserver weiter oben. Zusäzlich muss beim Bind9 die Option “listen-on-v6″ gesetzt sein.

  13. Sage
  14. Die letzte Stufe. Hierfür benötigt man für seinen Nameserver einen IPv6-Glue-Record. Dieser wäre notwendig, wenn Systeme, die kein Dual-Stack haben und nur noch IPv6 benutzen, eine Namensauflösung durchführen wollen. Das ist zwar heutzutage nun wirklich noch nicht relevant, gehört aber halt zu einer kompletten DNS-Konfiguration dazu. Meine Domain habe ich bei Hosteurope registriert, die dies nicht automatisiert eintragen können. Dort musste ich ein Ticket öffnen und um eine manuelle Eintragung bitten. Diese war dann auch schon nach kurzer Zeit erledigt und der letzte Test der Zertifizierung war bestanden.

Natürlich ist mit IPv6 nicht alles automatisch besser. Einige Baustellen bleiben schon. Da ist zum Beispiel die Zugriffs-Geschwindigkeit per Tunnel ein gutes Stück langsamer als per IPv4. Weiterhin gibt es wohl in der einen oder anderen Software doch noch einige Bugs. Unter PHP funktioniert beispielsweise die fopen()-Funktion nicht mehr, die in Wordpress an einigen Stellen benötigt wird. Aber das kann mit der Zeit natürlich nur besser werden.

Viel Spaß an alle, die ihre Server auch per IPv6 erreichbar machen wollen.

Ubuntu kommt aus dem Hause Linux

Das ist ja fast so eine (lustige) Erkenntnis, wie die, das jede E-Mail durch die DNS-Server läuft;-)

Gefunden auf Karrierebibel.de:

Betriebsprogramm für den Computer: Ubuntu kommt aus dem Hause Linux und ersetzt das kostenpflichtige Microsoft Betriebssystem (2000, XP, Vista). Die Anwenderoberfläche ist minimalistisch, enthält aber alle Funktionen, die man benötigt, um mit dem Computer arbeiten zu können. Viel entscheidender sind die Extratools und Softwareprogramme, die man sich ganz leicht und kostenfrei über den Menüpunkt Anwendungen dazu holen kann.

Auch die Definition von Open Source aus dem Artikel sollte man besser nicht zu ernst nehmen.

Ich sage “Ja” zu Debian!

Als Debian-Benutzer hat man es in den letzten Tagen nicht leicht gehabt. Nicht nur, daß man jede Menge Schlüssel und Zertifikate austauschen musste, man wurde sogar von anderen Linux-Usern verspottet.
Aber Debian war und ist die erste Linux-Distribution, auf der ich mich rundherum wohl gefühlt habe, auch wenn ich jetzt zusätzlich noch Ubuntu verwende.
Ich bleibe bei Debian!

Linux auf Cisco Routern

“Das ist ein alter Hut” werden die Einen oder Anderen vielleicht sagen. Denn Linux für die 2500er Serie gab es schon einmal.
Jetzt geht es aber nicht um den Trend, Linux überall laufen zu lassen. Diesmal geht es darum, daß Cisco eine Plattform für zusätzliche Linux-basierte Dienste auf einem Cisco-ISR zur Verfügung stellt. Cisco Application eXtension Platform nennt sich das dann und kommt in Form eines Network-Modules für die 2800er (ausser 2801) und 3800er Router, und einem AIM, das zusätzlich auch für den Cisco 1841 geeignet ist. Das AIM ist mit seinem 300 MHz Celeron und 256 MB RAM etwas eingeschränkt. Die größeren Module sollten aber mit dem 1.0-GHz Celeron und 512 MB RAM bzw. 1.4-GHz Pentium M und 2 GB RAM Reserven für einige interessante Dienste haben.
Ich bin gespannt, was uns da in Zukunft noch erwartet.