SecureCRT für Mac OS

Die Suche nach dem perfekten Terminal-Programm … Das ist bei mir eine lange Geschichte.
Vor vielen, vielen Jahren war ich OS/2-Benutzer und mein Programm der Wahl war ZOC von Emtec. Damals perfekt und mit der Möglichkeit, Scripte in REXX zu programmieren.
Nach dem Wechsel auf Windows ging die Suche weiter. Eine Windows-Version von ZOC gibt es zwar, aber die war anfänglich bei weitem nicht so stabil wie unter OS/2. Hyperterm war grausam, TeraTerm nicht viel besser und mit Putty konnte ich mich auch nie so recht anfreunden. Die Lösung war dann SecureCRT, mit dem ich viele Jahre gearbeitet habe, und das ich als perfektes Terminal-Programm angesehen habe. Und das nicht nur, weil Cisco es in seinem CCIE-Lab verwendet.
Auf dem Mac gab es leider nichts Vergleichbares. Das eingebaute Terminal gefiel mir nicht, so bin ich zu iTerm gekommen, das eine sehr gute Session-Verwaltung hat. Leider gibt es keine Möglichkeit, automatisch seine Sessions zu protokollieren. Aber das ist in meinen Augen eine sehr wichtige Funktion. Und für die serielle Konsole benötigte man noch zusätzliche Werkzeuge, wie z.B. ZTerm. Um so erfreuter war ich, als ich heute in einem Kommentar bei etherealminds.com gelesen habe, das es SecureCRT jetzt auch für den Mac gibt. Diese “Beta 2″ läuft bei weitem noch nicht rund und sieht irgendwie auch etwas “altbacken” aus. Aber auch in der Mac-Version ist eine sehr gute Session-Verwaltung enthalten, das automatische Loggen der Sitzungen und serielle Verbindungen funktionieren auch. Scripte können in Python geschrieben werden, was mir auch gut gefällt. Es sieht aus, als wenn ich mein perfektes Terminal-Programm wiedergefunden hätte.
Und zu allem Überfluss habe ich beim Schreiben dieses Beitrages gesehen, dass es ZOC inzwischen auch in einer Mac-Version gibt. Wenn SecureCRT auf dem Mac entgegen meiner Erwartung doch enttäuscht, dann schaue ich mir auch das noch an.

475,9 Mill. US-Dollar und ich bin dabei …

So viel hat Nvidia bisher die Grafikkarten-Ausfälle gekostet. Und im letzten Monat war dann auch die Grafikkarte in meinem 2007er MacBook Pro dran. Der Austausch im Apple-Store verlief aber komplett problemlos.

Der Mac mini Server als Desktop-Rechner

Kürzlich habe ich mir einen Mac mini 1TB Server zugelegt, um ihn als Desktop-Rechner zu benutzen.
Einige Gründe, die Server-Variante zu wählen und nicht die “normale”, waren folgende:

  • Der Mac mini Server kostet nur EUR 25.- mehr als der Mac mini mit 4GB RAM, 2,66 GHz Core2Duo und 500GB-Festplatte.
  • Ein DVD-Laufwerk brauche ich nicht, da man das per externem Laufwerk, per FireWire vom MacBook Pro oder per Freigabe von einem anderen System bereitstellen kann
  • Der Server hat zwei 7200er Festplatten, die im RAID0 eine sehr gute Performance versprechen.

Die Installation eines “normalen” Snow Leopard (SL) gestaltete sich dann aber als etwas schwierig. Meine DVD war auf dem Stand von SL 10.6.1 und von dieser ließ sich das MacOS nicht installieren. Der telefonische Apple-Support hat mir dann zwar gesagt, dass auf dem Mac mini Server auch nur das Server-Betriebssystem läuft und man ein normales Snow Leopard nicht installieren kann, aber diese Antwort war natürlich nicht akzeptabel. Folgendermaßen bin ich dann zur Installation vorgegangen (eine aktuelle DVD würde es ganz sicher auch tun):

  1. Auf dem MacBookPro habe ich SL auf eine externe Festplatte installiert.
  2. Auf diese Installation habe ich das letzte 10.6.4er-Update angewendet.
  3. Den Mac mini von dieser externen HD booten.
  4. Aus dem Festplatten-Manager heraus die zwei HDs löschen und ein RAID0 anlegen.
  5. Per CarbonCopyCloner das System auf das neu angelegte RAID0 kopieren.
  6. Neustart vom RAID0, Fertig!

Danach lief das normale Snow Leopard fast ohne Probleme. Die einzige Einschränkung, die mir aber auch nur durch Zufall auffiel, war, dass die Netzwerk-Karte nicht funktionierte. Das WLAN funktionierte aber ohne Probleme. Es könnte sein, dass bei meiner Install-DVD doch irgendwie der Treiber für diese neue Hardware fehlte.

Letztendlich habe ich das System aber doch zurück gegeben. Insgesamt war der Mac mini nur minimal schneller, als mein 2007er MacBook Pro. Die Festplattenperformance war gefühlt ähnlich gut wie bei meiner SolidStateDisk, die CPU-Geschwindigkeit etwas besser, aber die Grafik-Performance war nur geringfüigig besser. Da zeigt sich wohl doch der Unterschied einer Grafikkarte mit dediziertem RAM (im MBP) gegenüber der Shared-Memory-Architektur im Mac mini. Und für den Unterschied sind EUR 1.105,95 (bei Amazon) dann doch zu viel. Wenn ich allerdings noch keinen Mac hätte, dann wäre der Mac mini Server das ideale Desktop-Gerät für “normale” Aufgaben.

Ab jetzt mit dem iPad unterwegs

Ziemlich schnell war mir klar, dass ich mir das iPad kaufen will. Alles, was sonst so an e-Book-Readern angeboten wurde, gefiel mir einfach nicht (das Lesen von PDFs ist mein geplantes Haupt-Einsatzgebiet; Mail und Web ist natürlich auch nicht schlecht) oder ist nicht lieferbar. Die Frage war nur, welche Version es sein sollte. Die 32GB-Version hätte mir sicher gereicht, mit der UMTS-Version habe ich von vornherein geliebäugelt. Auch an die WiFi-only-Version habe ich gedacht, denn ein MiFi, oder das Huawei-E5830, von dem ich gerade bei Tom Schimana gelesen habe, hätte dafür sorgen können, dass ich mit einem UMTS-Gerät für Notebook, iPad und Handy auskäme. So richtig darüber nachgedacht habe ich noch nicht, denn als ich die Vorbestellungs-Termine für den 28. Mai und dann auch noch für den 7. Juni verpasst habe, bin ich sowieso davon ausgegangen, erst Ende Juni ein iPad zu bekommen. Als ich aber gestern Vormittag bei meinem lokalen Apple-Dealer angerufen habe, waren doch tatsächlich noch welche vorrätig. Auf die Schnelle habe ich mich für ein Gerät mit 32GB und UMTS entschieden, dieses war dann aber doch schon ausverkauft, als ich in den Laden kam (Vor dem Apple-Store zu übernachten, schien mir dann doch ein wenig übertrieben!). Das iPad mit 64GB und UMTS war allerdings noch da … Naja, eigentlich kann man nie genug Speicher haben … Und wenn schon eines verfügbar ist, dann muss man natürlich zugreifen.

Welche Programme (sorry, Apps natürlich …) benötige ich:

1Password: Vor einiger Zeit schon bin ich auf dem MAC von KeepassX auf 1Password umgestiegen, da sich das einfach sehr gut in den Browser integriert. Die iPad-Version ist zwar ziemlich teuer, aber der Komfort synchronisierter Passwörter ist es wert, auch wenn die iPad-Version bei weitem nicht so komfortabel ist, wie die MAC-Version.

GoodReader: Ein sehr guter PDF-Betrachter. Entgegen meinen ersten Befürchtungen lassen sich Dokumente auf dem iPad sehr gut lesen. Das Glossy-Display, welches ich bei den Notebooks überhaupt nicht mag, stört so gut wie überhaupt nicht. Die Fingerabdrücke (meine Frau stand sofort mit einem Lappen hinter mir!!!! :-) ) sind aber schon ein wenig nervig.

Clients für SSH, RDP und VNC suche ich noch.

Mental Case lässt leider noch auf sich warten. Das benutze ich zum Lernen auf dem MAC und warte jetzt auf die iPad-Version.

iWork und OmniGraffle benutze ich auf dem MAC; mit den iPad-Versionen könnte man auch unterwegs arbeiten, ohne immer das Notebook herausholen zu müssen. Vermutlich werde ich damit aber bis zur iPad-Software 4 warten, denn ohne eine gescheite Möglichkeit, zwischen den Programmen zu wechseln, ist das “richtige” Arbeiten nicht wirklich gut möglich.

Tja, und der Rest muss sich zeigen.

Es ist wieder MacHeist-Zeit

Bei MacHeist gibt es mal wieder ein Software-Bundle zu kaufen. Diesmal sind es fünf bis sieben Programme, die für $19,95 verkauft werden.
Für mich waren die Programme Clips (Clipboard-Manager) und Flow (FTP/SFTP-Client) der Auslöser für den Kauf. Da diese jeweils mehr als die $19,95 gekostet hätten, war die Entscheidung einfach. Und Flow gefällt mir deutlich besser als Cyberduck, das ich bisher verwendet habe.

Neben MacHeist ist im Moment auch TheMacSale aktiv, wo es aktuell zehn Anwendungen für $49,99 gibt.

MAC-Downgrade, aber richtig

MacBook ProVor ein paar Tagen war es soweit. Zwei Upgrades haben mein jetzt genau zwei Jahre altes MacBookPro von einer 160er auf eine 250er und dann eine 320er Festplatte gebracht. Jetzt war es an der Zeit diesem GigaByte-Wahn abzuschwören und wieder zurückzugehen. Nach diesem Downgrade habe ich nur noch 256GB in meinem MBP.
Und was soll ich sagen: Es hat sich gelohnt. Die Kiste rennt wie noch nie, die Anwendungen starten viel schneller als früher und insgesamt “fühlt” sich der Rechner beim Arbeiten fast doppelt so schnell an. Und auch die Schenkel glühen nicht mehr so stark durch, wenn man mit dem Notebook auf dem Schoß arbeitet.
Die Schrauben waren schnell raus- und wieder rein gedreht und wo ich gerade beim “Drehen” bin: Das Einzige, was sich in meinen zukünftigen Notebooks jemals wieder drehen wird, sind die Lüfter! :-)
Was mich jetzt aber schon wundert ist, warum es die iMacs nicht mit SSD gibt …

Günstige Software für den Apple Mac

Nun hat man sich also einen überteuerten Mac gekauft und daher jetzt kein Geld mehr für Software. Was nun?
Zum Glück gibt es ein paar Wege, auch auf dem Mac günstig an Software heranzukommen. Vier davon möchte ich hier vorstellen:

  1. Mac Bundles
  2. Für den Mac gibt es eine Reihe von Bundle-Angeboten, worüber nicht nur ich schon ein paar Mal berichtet habe. Dabei werden zwischen ca. fünf bis ca. 10 Anwendungen für typischerweise $50 rausgehauen, die zusammen ein Vielfaches davon kosten würden. Auch wenn man aus dem Bundle oft nur einen kleinen Teil benötigt, kann sich das lohnen. Diese Bundles gibt es dann ein paar Tage bis Wochen, danach ist das Angebot vorbei.
    Inzwischen gibt es eine Reihe von Bundles, folgende sind mir bisher bekannt:

  3. Tägliche Angebote
  4. MacUpdatePromo hat IMHO damit begonnen und am 1. Oktober November wird auch die MacBundleBox mit der MacDailyBox etwas ähnliches aufziehen. Alle ein oder zwei Tage gibt es ein Angebot, das “Programm des Tages” zu einem typischerweise zwischen 40 und 60 Prozent reduzierten Preis zu kaufen. In dieser Zeit ist es natürlich oft nicht möglich, die Software zu testen und zusätzlich nach Alternativen Ausschau zu halten. Trotzdem kann sich das durchaus einmal lohnen.

  5. Beta-Tester werden
  6. Unter MacDeveloper.net kann man sich als Tester registrieren. Wenn man dann für die getestete Software Bugreports einreicht und diese akzeptiert werden, dann bekommt man dafür Punkte. Beim Erreichen eines bestimmten Punktestandes erhält man entweder die Lizenz kostenlos oder auch einen Rabatt auf die Software.

  7. Sonstige Angebots-Seiten
  8. Bei One Finger Discount gibt es 20% Rabatt auf den regulären Preis von diversen (wechselnden) Programmen.

Der neue Mac mini

Die Erweiterungsfähigkeit finde ich enorm:
MacMini Speicher
Klingt aber auch besser als “4 GB RAM, nicht erweiterbar” … ;-)
Die neuen Geräte (neuer iMac, Mac mini und ein Mac mini Server) gefallen mir aber insgesamt sehr gut. Mal sehen, ob da mal ein Upgrade im Büro nötig ist. :-)

Time Capsule vs iPod, 1:0

iPodGestern wollte ich vor meinem heutigen Flug in den Süden (nein, kein Urlaub; nur bis München) noch schnell meinen iPod laden. Da mein Ladegerät nicht da war, dachte ich mir, dass ich ja nur Strom benötige und habe mich nach einem freien USB-Port umgeschaut. Und das einzige Gerät, das da in Frage kam, war die Time Capsule. Leider war das keine gute Idee. Nach dem Abziehen des iPods (natürlich war auf dem Display die Meldung “Ready to disconnect” oder so ähnlich), lächelte mich die nächste Meldung an, dass ich den iPod jetzt zur Wiederherstellung an mein iTunes anschließen soll. Na klasse!

Vielleicht halte ich damit ja jemand anderen davon ab, diesen Fehler auch zu machen.

Der Cisco VPN-Client im MacOS X 10.6 Snow Leopard – Teil 2

In etlichen Mac-Online-Publikationen (u.a. maclife, Macbug) kann man lesen, dass der eingebaute VPN-Client nur IPSec over TCP, aber kein IPSec over UDP unterstützt.
Das ist in dieser Form aber falsch. Im Moment bin ich hinter einem NAT-Gateway und connecte mich mit dem SL-Client auf einen IOS-Router (12.4(15)T9) als IPSec-Gateway (die 89.246.26.242 ist dabei meine DSL-IP):

c2811>sh crypto session remote 89.246.26.242
Crypto session current status

Interface: Virtual-Access2
Username: karsten.iwen
Profile: vpn-ra
Group: VPN-RA
Assigned address: 10.10.10.1
Session status: UP-ACTIVE
Peer: 89.246.26.242 port 4500
  IKE SA: local a.b.c.d/4500 remote 89.246.26.242/4500 Active
  IPSEC FLOW: permit ip 10.10.0.0/255.255.0.0 host 10.10.10.1
        Active SAs: 2, origin: crypto map

Deutlich ist zu erkennen, dass hier das standardkonforme IPSec over UDP (NAT-Traversal) verwendet wird. Ob das Cisco-proprietäre IPSec over UDP unterstützt wird kann ich nicht sagen. Aber wer das einsetzt lebt vermutlich sowieso noch im Jahr 1999 und glaubt immer noch, dass sich ATM nächstes Jahr durchsetzt … ;-)

Nächste Seite »