Kurze Passwörter sind sicherer als lange Passwörter …
Diese neue Erkenntnis beschert uns zumindes American Express:

Da bin ich mit meinem Passwort “c” auf der sicheren Seite.
via Fefes Blog
Nutella
5 kg für EUR 49,76. Wenn das mal kein Schnäppchen ist. Immerhin zahlt man für das 450g-Glas schon 1,99 …
Das Fernsehen

Aber zumindest gibt es ja noch das Bildungsfernsehen … Und das lügt auch nicht!
RFC 3330 ist obsolet
In RFC 3330 waren die “Special Use IPv4 Addresses” definiert. Dieser RFC wurde jetzt durch den RFC 5735 ersetzt (leider kann man sich diese Nummer nicht so gut merken).
Sehr interessant ist die Erweiterung der TEST-NET-Einträge:
192.0.2.0/24
198.51.100.0/24
203.0.113.0/24
Während der erste Eintrag schon länger vorhanden ist, stehen jetzt zwei weitere Netze zu Dokumentationszwecken zur Verfügung. Diese Verwendung ist explizit im RFC 5737 – IPv4 Address Blocks Reserved for Documentation beschrieben.
Damit sollte man auch die typische Anti-Spoofing-ACL für Perimeter-Router anpassen:
ip access-list extended PERIMETER-IN
deny ip 0.0.0.0 0.255.255.255 any
deny ip 10.0.0.0 0.255.255.255 any
deny ip 127.0.0.0 0.255.255.255 any
deny ip 169.254.0.0 0.0.255.255 any
deny ip 172.16.0.0 0.15.255.255 any
deny ip 192.0.2.0 0.0.0.255 any
deny ip 192.168.0.0 0.0.255.255 any
deny ip 198.18.0.0 0.1.255.255 any
deny ip 198.51.100.0 0.0.0.255 any
deny ip 203.0.113.0 0.0.0.255 any
deny ip 224.0.0.0 31.255.255.255 any
deny ip EIGENES-NETZ any
permit ...
IPv6 TechWiseTV
Bei Cisco gibt es eine TechWiseTV-Episode zu IPv6:
Join Cisco expert Harold Ritter as he provides a technology update, shows best practices, and addresses how to deploy IPv6 in a service provider environment to cope with growing demand (59:18 min.).
Agenda
Is IPv4 Broken? Why Change a System That Works?
IPv6 for Dummies: Layer 2 Deep Exploration
Understanding IPv6 Routing and Security Challenges
Quality of Service and Transition Mechanisms
Planning and Deployment Considerations
Update: Eben sehe ich gerade, dass diese Folge schon über zwei Jahre alt ist. Bis Ende Januar ist sie noch anzuschauen.
ARCOTEL: Failed!
Es ist ja schön, wenn das Zimmer ein schnurloses Telefon hat. Blöd nur, wenn es an einer Steckdose hängt, die mit der Zimmerkarte eingeschaltet wird. Und es daher komplett leer ist, wenn man ins Zimmer kommt und telefonieren will.
RSA 1024
Aus dem Bericht “Factorization of a 768-bit RSA modulus“:
… it is not unreasonable to expect that 1024-bit RSA moduli can be factored well within the next decade by an academic effort such as ours or the one in [7]. Thus, it would be prudent to phase out usage of 1024-bit RSA within the next three to four years.
gefunden bei fefe.
Der Traum vom eBook
könnte langsam wahr werden:
Alles was es da bisher gab, fand ich irgendwie erschreckend schlecht. Wenn das Gerät jetzt noch bezahlbar ist und viele Formate unterstützt wie PDFs, die durchsuchbar sind, dann ist das so gut wie gekauft.
Der Weg zur Weisheit
Nur wenige Wege führen zur Weisheit, und den Wenigsten ist dies wohl beschieden …
Für EDVler gibt es aber schon einen Weg, weise zu werden. Im Zuge des IPv6-Zertifizierungs-Prozesses von Hurricane Electric (die Firma hinter tunnelbroker.net, die kostenlose IPv6-Tunnel zur Verfügung stellen) durchläuft man verschiedene Stufen, bis man beim “Sage” angekommen ist und zumindest für dieses Thema eine Form der Weisheit erreicht hat.
Bei dieser Zertifizierung geht es darum, verschiedene Level der IPv6-Erreichbarkeit zu demonstrieren und eine Reihe von Fragen zu IPv6 zu beantworten. Die Sache ist nicht nur sehr informativ, sondern macht auch viel Spaß. Bei dieser IPv6-Erreichbarkeit ist es nicht notwendig, einen Tunnel von HE zu verwenden. Wer einen anderen Tunnel-Provider benutzt oder sogar nativ IPv6 hat (der Glückliche), der kann natürlich ebenfalls mitmachen.
Im folgenden beschreibe ich mein Setup, mit dem ich die verschiedenen Stufen dieser Zertifizierung durchgeführt habe und letztendlich bei der Weisheit angekommen bin:
- Newbie
- Explorer
- Enthusiast
- Administrator
- Professional
- Guru
- Sage
Für diesen ersten Level muss man nur ein paar einfache Fragen zu IPv6 beantworten. Wer sich bisher nicht mit IPv6 auseinandergesetzt hat, der könnte hiermit den Einstieg wagen.
Die Explorer-Stufe erreicht man, wenn man eine IPv6-Verbindung zum Internet hat. Für eine getunnelte Verbindung mit einem Cisco-Router habe ich die Vorgehensweise in einem eigenen Beitrag beschrieben.
Für den Enthusiast muss man einerseits einen IPv6-fähigen Client haben, mit dem man auf das Internet zugreifen kann, andererseits muss man einen Webserver betreiben, der Webseiten per IPv6 ausliefern kann. Die generelle Konfiguration eines Linux-Servers hat Jens Link schon in einer Reihe von Beiträgen beschrieben. Bei mir kamen noch ein paar Punkte hinzu. Zum einen sind meine Dienste (Mail, Web, DNS, etc.) mit OpenVZ virtualisiert. OpenVZ muss also auch für IPv6 konfiguriert sein (alle Systeme sind Debian Lenny):
klio:~# grep ipv6 /etc/sysctl.conf
net.ipv6.conf.all.forwarding=1
net.ipv6.conf.default.forwarding=1
klio:~# grep IPV6 /etc/vz/vz.conf
IPV6="yes"
Weiterhin muss dem OpenVZ-Gast eine weitere IP-Adresse zugewiesen werden, in diesem Fall eine IPv6-Adresse:
klio:~# vzctl set 123 --ipadd 2001:DB8:1:2:3::1 --save
Diese IPv6-Adresse stammt nicht aus dem Tunnel-Netz, sondern aus dem zusätzlich zugewiesenen “routed /64″-Netz, das man beispielsweise bei tunnelbroker.net bekommt.
Hier könnte man natürlich auch mehrere IP-Adressen zuweisen, um jedem vhost eine eigene IP-Adresse zu geben. Damit könnte man problemlos alle Webpräsenzen mit HTTPS sichern. In meinem Beispiel bekommt die gesamte VM eine IPv6-Adresse, die für alle vhosts verwendet werden kann.
Vor einiger Zeit bin ich vom Apachen auf Lighttpd umgestiegen und bin bisher sehr zufrieden damit. IPv6 ist beim Lighty eine einzige zusätzliche Zeile in der Konfiguration:
root@www2:/# grep ipv6 /etc/lighttpd/lighttpd.conf
server.use-ipv6 = "enable"
Natürlich soll auf die Webpräsenz per FQDN zugegriffen werden, weshalb auch im DNS ein neuer Eintrag vorgenommen werden muss. Während die IPv4-Adresse mit einem A-Eintrag konfiguriert wird, muss die IPv6-Adresse mit einem AAAA-Eintrag konfiguriert werden:
In der Zonen-Datei wird also folgende Zeile aufgenommen:
www IN AAAA 2001:DB8:1:2:3::1
Durch diesen Eintrag in der Zonen-Datei von example.com kann der FQDN nun zu der IPv6-Adresse 2001:470:1f0b:c2c::211 aufgelöst werden und der Webserver kann per IPv6 die Seite für www.example.com ausliefern.
Für diesen Level muss der Mail-Server per IPv6 Mails annehmen können.
In einem einfachen Postfix-Setup wird auch dafür nur eine neue Zeile in der Konfiguration benötigt:
inet_protocols = all
Ebenso muß für den FQDN des Mailservers natürlich ein AAAA-Eintrag hinzugefügt werden.
Um die Professional-Stufe zu erlangen, muss man eine funktionierende Reverse-DNS-Auflösung für den Mailserver haben.
Bei Tunnelbroker.net kann man für sein IPv6-Netz eine Reverse-Delegation anlegen. Damit ist der eigene Nameserver dann für die Reverse-Auflösung zuständig. Hierbei gibt es die Herausforderung, daß in der Zonendatei die Adressen in einer umgekehrten Schreibweise angegeben werden. Aus der Adresse 2001:DB8:1:2:3::1 wird z.B. die Zeichenkette 1.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.3.0.0.0.2.0.0.0.1.0.0.0.8.b.d.0.1.0.0.2. Diese Umrechnung kann man mit dem Befehl “host -n” durchführen:
karstens-macbook-pro:~ karsten$ host -n 2001:DB8:1:2:3::1
Host 1.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.0.3.0.0.0.2.0.0.0.1.0.0.0.8.b.d.0.1.0.0.2.ip6.arpa not found: 3(NXDOMAIN)
Alternativ kann man sich die Zonendatei bei fpsn.net mit dem Zone-Builder erstellen lassen.
Hier muss der Nameserver selbst AAAA-Einträge haben und per IPv6 erreichbar sein. Das ist im Prinzig die gleiche Arbeit wie beim Webserver weiter oben. Zusäzlich muss beim Bind9 die Option “listen-on-v6″ gesetzt sein.
Die letzte Stufe. Hierfür benötigt man für seinen Nameserver einen IPv6-Glue-Record. Dieser wäre notwendig, wenn Systeme, die kein Dual-Stack haben und nur noch IPv6 benutzen, eine Namensauflösung durchführen wollen. Das ist zwar heutzutage nun wirklich noch nicht relevant, gehört aber halt zu einer kompletten DNS-Konfiguration dazu. Meine Domain habe ich bei Hosteurope registriert, die dies nicht automatisiert eintragen können. Dort musste ich ein Ticket öffnen und um eine manuelle Eintragung bitten. Diese war dann auch schon nach kurzer Zeit erledigt und der letzte Test der Zertifizierung war bestanden.
Natürlich ist mit IPv6 nicht alles automatisch besser. Einige Baustellen bleiben schon. Da ist zum Beispiel die Zugriffs-Geschwindigkeit per Tunnel ein gutes Stück langsamer als per IPv4. Weiterhin gibt es wohl in der einen oder anderen Software doch noch einige Bugs. Unter PHP funktioniert beispielsweise die fopen()-Funktion nicht mehr, die in Wordpress an einigen Stellen benötigt wird. Aber das kann mit der Zeit natürlich nur besser werden.
Viel Spaß an alle, die ihre Server auch per IPv6 erreichbar machen wollen.


